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Montag, 29. April 2013

Das Buch: Ein Entwicklungsroman


Erst 2010 erschienen, ist der Weltbestseller "Tiere Essen" auch in Deutschland aus dem Stand so etwas wie die „Bibel“ der vegetarisch/veganen Szene geworden. Angefeuert durch immer neue Skandale rund um unsere Nahrung ist er mittlerweile einer der wichtigsten Referenzpunkte der öffentlichen Diskussion.

"Tiere essen" ist ein leidenschaftliches Buch über die Frage, was wir essen und warum. Foer hat ein aufrüttelndes Buch über Fleischkonsum und dessen Folgen geschrieben. Wie viele junge Menschen schwankte Jonathan Safran Foer lange zwischen Fleischgenuss und Vegetarismus hin und her. Als er Vater wurde, und er und seine Frau überlegten, wie sie ihr Kind ernähren würden, bekamen seine Fragen eine neue Dringlichkeit: Warum essen wir Tiere? Würden wir sie auch essen, wenn wir wüssten, wo sie herkommen?

Foer stürzt sich mit Leib und Seele in sein Thema. Er recherchiert auf eigene Faust, bricht nachts in Tierfarmen ein, konsultiert einschlägige Studien und spricht mit zahlreichen Akteuren und Experten. Vor allem aber geht er der Frage auf den Grund, was Essen für den Menschen bedeutet. Auch Foer kennt die trostspendende Kraft einer fleischhaltigen Lieblingsmahlzeit, die seit Generationen in einer Familie gekocht wird.
„Tiere Essen“ ist damit viel mehr als nur ein Sachbuch über Massentierhaltung geworden. Es ist ein Buch darüber, was für Geschichten wir erzählen, und wie die Geschichten, die wir erzählen, bestimmen, wer wir sind. Jonathan Safran Foers These ist, dass wir die falschen Geschichten über Nahrung erzählen und anfangen müssen, neue Geschichten zu finden und zu erzählen, um neue Produktionsmöglichkeiten zu entwickeln. 

Vor allem aber ist „Tiere Essen“, in unserer Bühnenversion, eine große Erzählung einer sehr berührenden und sehr persönlichen Lebensgeschichte: „Tiere Essen“ ist ein Entwicklungsroman.

Ab 7.6. im Theater Aachen.